Das sehenswerte La Palma – was man nicht verpassen sollte

La Palma hat weitaus mehr zu bieten als die wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Natur mit den Lorbeer- und Kierfenwäldern, den Vulkankratern, Felsschluchten und Wanderwegen, die überall hinführen. Die Insel blickt auf eine faszinierende und lange Geschichte zurück, aus der sich ihre interessante Kultur entwickelte.

Es gibt Kirchen aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Kolonialstädtchen auch mit Ferienhäusern und Appartments und eine Reise in die Zeit der Guanchen, den Ureinwohnern der Kanaren, ist hier sehr anschaulich möglich. Wer mag, der kann auch das typische Kunsthandwerk der Palmeros bestaunen und die typischen Speisen probieren.

Es macht Sinn auf La Palma auch mal kleinere Ortschaften mit ihren Kirchen zu besuchen. Dort findet man nämlich oft maurischen Einfluß in den Bauten, denn nach der Rückeroberung La Palmas 1492 durch die Christen wurden Muslime vertrieben und die, die noch übrig blieben, die hinterliessen ihre Handschrift oft an den Häusern in Form von orientalischen Holzschnitzarbeiten. Reichen Zuckerbaronen des 16. und 17. Jhs. gefiel die Schnitzerei so sehr, dass sie die Mudéjares, wie die Mauren dort bezeichnet wurden, beauftragt haben, Bauten und auch Kirchen damit zu verzieren. Diese sind bis heute selbst in kleineren Kirchen auf den Dörfern zu bestaunen.

Die Altkanarier, auch Guanchen genannt, lebten seit 500 v. Chr. auf den Inseln. Guanchen sind eigentlich nur die Ureinwohner Teneriffas, denn die auf La Palma heißen korrekterweise Benahoaritas oder Ahoritas (von Benahoare, was „mein Land“ bedeutet), jedoch hat sich der Begriff „Guanche“ allgemein durchgesetzt. Sie waren groß und hellhäutig und kamen aus Nordafrika. Die Guanchen lebten in Höhlen und einfachen Behausungen als Jäger und Hirten in 12 Stämmen, deren Namen den heutigen Gemeinden entsprechen. Nach vielen Versuchen die Insel zu erobern, schaffte es der Spanier Alonso de Lugo 1493 den letzten Guanchenkönig gefangen zu nehmen und verhungern zu lassen. Die Guanchen wurden zu Sklaven oder sie wurden getauft.

In Los Llanos steht das moderne Archäologische Museum, das sich nur mit den Ureinwohnern beschäftigt. Dazu kommen Felsritzungen, von denen es welche in La Zarza, Belmaco, Las Tricias, Garafía , El Tendal und in der Nähe von El Paso gibt. Es sind dort meist geometrische Labyrinthe, Wellen, Spiralen aber auch Darstellungen, die menschenähnlich wirken, zu bewundern. Generell gibt es eine Menge Museen auf La Palma, die nicht nur die Geschichte und Kunst zeigen, sondern auch das traditionelle Handwerk, auf das die Palmeros sehr stolz sind.

Das Kunsthandwerkliche Museum Casa Roja in El Mazo z.B. hält die Fronleichnamstradition fest, die hier mit viel Aufwand und Hingabe aufrechtgehalten wird.

Wein und Tabakmuseum

Im Weinmuseum in Las Manchas, einer der besten Weinregionen La Palmas, wird u.a. die Herstellung der hiesigen Weine erklärt und palmerische Weine können gekostet werden. Im Tabakmuseum auf der Finca El Sitio in San Isidro bekommt man den Einblick wie gute Zigarren gemacht werden, und im Bananenmuseum sowie im Mojomuseum in Tazacorte erfährt man alles über die Bananen und die Produkte aus ihr, bzw. die Herrstellung traditioneller Mojo- Saucen.

Als besondere Highlights gelten auch Wanderungen in der Caldera, Höhlenwanderungen, ein Besuch beim Observatorium und ein Ausflug auf dem Schiffsnachbau der Santa Maria, mit der Columbus wahrscheinlich nie La Palma gesehen hat, in Santa Cruz. Langweilig ist La Palma definitiv nie!

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