La Palma - Ein echtes Paradies für Wanderfreunde!

Die immer grüne Kanareninsel La Palma wird auch als die schönste Vulkaninsel der Kanaren bezeichnet, überwältigt sie doch jeden mit ihrer Pflanzenvielfalt und der malerischen Landschaften, die abwechslungsreich die Insel verzieren.

Durch die fünf verschiedenen Vegetationsstufen, die sich, je höher sie sich befinden, hauptsächlich durch niedrigere Temperaturen, höhere Luftfeuchtigkeit und geringeren Sauerstoffgehalt der Luft, unterschiedlich entwickelt haben, gibt es auf La Palma eine beeindruckende Anzahl von über 600 verschiedenen, freiwachsenden Pflanzen. Davon sind um die 70 endemisch, was bedeutet, dass es sie nur hier auf der Insel gibt. Die UNESCO verlieh der gesamten Insel La Palma den Titel des Weltbiosphärenreservats. Die Palmeros wissen dies sehr zu schätzen und tun alles, damit ihre Insel weiterhin ein geschütztes Natur- und Kulturgut bleibt.

La Palmas Tourismus beschränkt sich auf Individualtouristen, die hauptsächlich zum Wandern und dem Geniessen der Natur hier sind.

Zum Wandern ist die Insel nämlich wie gemacht. Alte Wege, teilweise noch von den Ureinwohnern, den Guanchen genutzt, oder die früher die Inselregionen miteinander verbanden, sind heute optimale und gut nach internationalen Standards ausgebaute Wanderrouten. La Palma ist mit diesen Wegen regelrecht überzogen! Sie bieten die Möglichkeit zu kleineren Spaziergängen oder auch zu mehrtägigen Trakking- Touren. Es gibt überall Wegweiser und Hinweisschilder, die auf die Länge der Route hindeuten. Dabei wurde drauf geachtet, dass die Natur und auch das Ursprüngliche der Insel bewahrt wird. So gibt es hier auch uralte Fincas, die teils restauriert und teils sich selbst überlassen wurden. Beim Näherkommen wird die Geschichte plötzlich real.

Wanderer, die ihre Route in der Küstenregion beginnen,

entdecken Sukkulentenbüsche und Wolfsmilchgewächse, kleine Überlebenskünstler, die der Trockenheit und Wärme durchaus trotzen. Weiter oben, ab etwa 500m Höhe, befinden sich die für La Palma berühmten Lorbeerwälder. Hier ist es schon milder von den Temperaturen her und die Feuchtigkeit nimmt zu. Die Dichte der Bäume lässt gerade mal ausreichend Sonnenlicht zu und die Kronen saugen regelrecht die vorbeiziehenden Passatwolken, die schwer wie Nebel zwischen ihnen liegen, auf. Dieses Spektakel lässt einen glauben, man sei in einem Dschungel. Leider sind solche Anblicke auf der Welt dank der Abholzungsaktionen der Menschen selten geworden und müssten um so mehr geachtet und geschützt werden. Die Palmeros haben verstanden, dass sie ein Teil der Lunge der Erde sind!

Doch nicht nur die Lorbeerbäume wachsen hier. Avocados, Ölbäume, meterhohe Farne und verschiedene Moosarten überziehen den Waldboden.

Die Schluchten sind feucht und an ihren Wänden hängen Schlingpflanzen und riesige Wurzeln durchbohren sie.

Weiter oben gelangt man zu den Wäldern der Kanarischen Kiefern, einer sehr robusten Kiefernart. Die Luft wird deutlich klarer, kontrastreicher und die Sonne scheint wieder. Da wo die Luft ganz dünn wird, da ist auch der Roque de los Muchachos auf 2426m Höhe. Von hier aus schaut man in einen tiefen Krater hinein. Nur einen Kilometer weiter befindet sich das Sonnen- Observatorium von La Palma mit dem größten Sonnenteleskop der Welt.

Routen führen auch zu den wüstenhaften Kraterlandschaften oder zu Schluchten, wie z.B. zu der „Schlucht der Todesängste“. Wer will kann auch gebuchte Touren machen, die beispielsweise zum Nationalpark „La Caldera de Taburiente“ führen. Ferienhäuser oder Ferienwohnungen gibt es hier nur in den Ortschaften und Dörfern bei den Einheimischen, da La Palma keinen Wert auf Massentourismus in großen Hotelketten legt. Das Fremdenverkehrsamt hat speziell Wanderkarten mit allen zu beachteten Regeln und Tipps herausgegeben, an die man sich dringed halten sollte, damit das Wandervergnügen auch ein Solches bleibt!

Intensiver und naher lässt sich nämlich die Schönheit und die unberührte Natur nicht erleben als auf den mehr als 1000km an Wanderwegen auf La Palma!

#